Nachruf auf Magister Dirk Pietryga
Nachruf auf Magister Dirk Pietryga

Manche Menschen wirken nicht durch Lautstärke, sondern durch Haltung. Sie sind da –
standfest, ruhig, verlässlich – einfach präsent. Magister Dirk Pietryga war ein solcher
Mensch. Einer, der Orientierung gab, ohne sich in den Vordergrund zu stellen.
Ein Fels in der Brandung – auch in den Zeiten gesundheitlicher Herausforderungen – und bei
ihm war der Name tatsächlich Programm. Sein Nachname „Pietryga“ stammt aus dem
Polnischen und bedeutet „Nachkomme von Petrus“. Das griechische Wort „petros“ – Fels,
Stein – beschreibt treffend die Stärke, Standfestigkeit und Widerstandskraft, die ihn
auszeichneten.
Sein berufliches Wirken folgte einem klaren Prinzip: dem Menschen und der Sache zu
dienen. Dabei handelte er einfach, pragmatisch und zielgerichtet. In seiner therapeutischen
Arbeit, in der Lehre und im berufspolitischen Engagement verband er fachliche Tiefe mit
menschlicher Präsenz. Systemisches Denken, methodische Klarheit, Verbindlichkeit und die
Fähigkeit, sich zu reiben, machten ihn charakterstark und bereicherten jede Zusammenarbeit.
Zugleich war er ein fürsorglicher Weggefährte, ein Mensch, der gerade in den kleinen
Gesten Orientierung und Unterstützung gab und sich kontinuierlich weiterentwickelt
hat.
Über die Praxis hinaus übernahm Magister Pietryga Verantwortung als Hochschullehrer,
Lehrender in der psychosozialen Notfallversorgung und als Vorstandsvorsitzender des
Deutschen Dachverbandes für Psychotherapie. Sein Wirken hinterlässt Spuren – bei
seinen Weggefährten, Kolleginnen und Kollegen sowie Freunden, die er begleitet, gestärkt
und inspiriert hat.
Danke, lieber Dirk, für dein Wirken und dein Sein.
